indive - individualisieren differenzieren vernetzen


Die Zusammenarbeit mit den Lehrerinnen und Lehrern an den Projektschulen

Um in Schulen individuelle Förderung zu gewährleisten, müssen sich auch die bereits im Beruf befindlichen Lehrkräfte mit dieser Thematik auseinandersetzen. „indive“ trägt dazu auch einen kleinen Beitrag hinzu, indem durch die Zusammenarbeit der Lehrkräfte und der Studierenden ein Austausch angeregt wird. Aber auch durch die Kooperation mit den Hochschulen werden aktuelle Impulse aufgezeigt. In regelmäßigen Evaluationstreffen der Hochschulen mit den beteiligten Projektlehrern wird die Ebene für eine Diskussion über die Praktikanten und deren Arbeit, aber auch über andere fachliche Themen gewährleistet.

Zudem erheben wir in einer kleinen Pilotstudie die Diagnosekompetenz unserer Projektlehrer. Dieses Gebiet ist für die Sekundarstufe I noch sehr wenig erforscht und bietet daher kaum Erkenntnisse, die unmittelbar an die Lehrkräfte weiter gegeben werden können. Aus diesem Grund erhoffen wir uns aus der kleinen Untersuchung, die zwei Studierende im Rahmen ihrer Staatsarbeiten für „indive“ durchführen, neue Erkenntnisse zur zentralen Punkten der Diagnosekompetenz von Lehrkräften zu gewinnen.


Mit Lehrkräften zusammenarbeiten und Fortbildungsangebote schaffen indive“ kooperiert mit vielen Schulen unterschiedlicher Schulformen. Die Hochschullehrer und Lehrkräfte stehen dabei in ständigem Kontakt zueinander, um die Arbeit des Projektes zu optimieren. Dadurch, dass unsere Studierenden ihre Praktika an den beteiligten Schulen absolvieren, wird es ermöglicht, dass sich die bereits im Beruf befindlichen Lehrkräfte mit unseren Studierenden austauschen. Beide Parteien haben dadurch die Möglichkeit voneinander zu profitieren und ihr Wissen über die unterschiedlichen Themenbereiche, insbesondere der „individuellen Förderung und Differenzierung des Unterrichts“ zu erweitern. 





Unsere Studierenden erhalten dadurch die Chance ihr theoretisch erworbenes Wissen mit Hilfe erfahrener Lehrer in die Praxis umzusetzen und zu erproben. Unsere beteiligten Lehrkräfte hingegen lernen die neuesten Erkenntnisse der Wissenschaft kennen und können durch die Arbeit der Studierenden neue Impulse für ihren Unterricht gewinnen. Durch die Übernahme des Unterrichts haben die Lehrkräfte auch einmal die Chance ihre Lerngruppe als Beobachter aus einer ganz anderen Perspektive zu betrachten.

Auch, wenn ersichtlich wird, wie sehr beide Parteien von der Zusammenarbeit profitieren, so soll nicht unerwähnt bleiben, dass ein großes beidseitiges Engagement notwendig ist, damit die Arbeit im Rahmen des Projekts gelingen kann. Sowohl unsere Studierenden, als auch die kooperierenden Lehrkräfte leisten in dieser Zusammenarbeit mehr als es bei Praktika für gewöhnlich notwendig ist, damit die Projektarbeit unter den bestehenden Bedingungen stattfinden kann. Zum Beispiel organisieren wir regelmäßige Evaluationstreffen, in denen sich die Hochschulmitarbeiter und Lehrkräfte über die Praxisphasen und das Projekt im Allgemeinen austauschen. Hier ist Raum für Kritik und Verbesserungsvorschläge, aber auch eine Gelegenheit für eine Diskussion über Themen, die im Projekt aufgegriffen werden sollten. Uns erreichen immer wieder Anfragen für Fortbildungsangebote, mit dem Ziel Lehrkräfte im Bereich „individuelle Förderung und Differenzierung“ zu schulen. In der Vergangenheit sind diese schon oftmals realisiert worden, aufgrund der Fülle der Nachfragen konnten wir bisher jedoch noch nicht allen Wünschen Folge leisten. Zudem bietet wir im Rahmen der großen Fachtagung „Mathe für alle“ jährlich Fortbildungsangebote unterschiedlichster Art nicht nur für unsere Projektlehrerinnen und -lehrer an.